Grandiose Abwehrschlacht

Königsbrück mit Unentschieden im Spitzenspiel

SV Lok Königsbrück Männer 14 (9)

TBSV Neugersdorf 14 (8)

Die Königsbrücker Handballer begrüßten an diesem Wochenende die Mannschaft des TBSV Neugersdorf zum Spitzenspiel der Ostsachsenklasse. Gegen die noch verlustpunktfreien Gäste erwartete Lok ein hart umkämpftes Match, erkannte man doch beim Einlaufen der Mannschaften sofort, dass sich der TBSV mit etlichen jungen Spielern verstärkt hatte.

Dennoch setzten die Gastgeber die ersten Achtungszeichen und führten durch zwei Tore von Daniel Tillich schnell mit 2:0. Die Oberlausitzer ließen sich davon aber nicht beeindrucken und glichen aus. Die restliche erste Halbzeit war geprägt von den Abwehrreihen beider Teams, die an diesem Tage hervorragend eingestellt waren. Sie packten konsequent zu und versuchten, jede Möglichkeit bereits im Keim zu ersticken. Dadurch hatten es die Offensivabteilungen natürlich enorm schwer, sich Chancen zu erarbeiten. Die knappe Pausenführung von 9:8 war trotzdem leistungsgerecht.

In Durchgang zwei das gleiche Bild: Beide Mannschaften versuchten durch Körperhärte zu beeindrucken, so dass die zahlreichen Zuschauer kaum Tore zu sehen bekamen. Aber kaum jemand bereute sein Kommen, war die Spannung doch greifbar!

Im gesamten Spielverlauf kam aber leider eine Komponente immer mehr hinzu, auf die alle gut und gerne hätten verzichten können. Die Oberlichtenauer Schiedsrichter nahmen ihre Aufgabe „Leitung der Partie“ zu ernst, wollten vielleicht sogar Regie führen. Sie würdigten die schauspielerischen Leistungen des TBSV mit Siebenmetern, im Gegenzug nahmen sie den Gastgebern bei unzähligen Situationen den herausgearbeiteten Vorteil. Wie stellte ein Königsbrücker Anhänger treffend fest: „Wie soll unsere Mannschaft Tore schießen, wenn alles abgepfiffen wird?!“

Nun gut, das Spiel endete 14:14, unentschieden. Vielleicht verdiente es auch keinen Sieger. Lok war in einigen Phasen nicht clever genug, muss noch an der Siebenmeter-Quote feilen und die angestaute Energie weniger am Referee auslassen, sondern mehr in Tore ummünzen. (dt)

SV Lok: Krause, Mente im Tor; Golbs, Radny (1), Tillich (7/2), Masseck (1/1), J. Skawran, Berndt, Hommel (1/1), A. Skawran (3), Kreische (1); Trainer: Schulze