Handball Westlausitzliga Herren
SV Lok Königsbrück : SC Hoyerswerda 25 :34 (16:17)
Ein Spiel der besonderen Art – am Ende doch überzeugend
Ein Punkspiel der Extreme absolvierten die SC- Männer am Samstagabend beim gastgebenden Lok Königsbrück in der engeren Sporthalle von Lausnitz. Die Gastgeber galt es als Absteiger aus der Bezirksklasse und als sehr routiniertes und kämpferisches Team nicht zu unterschätzen. Man wusste wohl, dass der nur aus acht Spielern bestehende Kader des SV bis zuletzt mit Zug zum Tor über die Außen und vor allem über die Kreispositionen kämpfen würde, was dann auch in beidruckender Weise gelang!
Das Spiel begann zu später Stunde zunächst nach dem Geschmack der Gäste. Das schnelle 4:1 nach 5 Minuten war jedoch keineswegs ein Zündfunke, sondern verpuffte plötzlich in technischen Fehlern und Fehlwürfen. Höhepunkt des Leids war ein fast gefangener Ball von Th. Kaiser als Strafwurf vom Punkt in Richtung Lok- Tor adressiert. Es sollten jedoch noch weitere sechs vergebene Strafwürfe folgen. So und mit weiteren klar vergebenen Chancen, allle SC– Akteure beteiligten sich gleichermaßen kollektiv am Auslassen des Torerfolges, wurde der Gastgeber mit seinen einfachen Mitteln immer mehr aufgebaut und bekam noch Verstärkung in Gestalt zweier Herren aus Radeberg, die Ihren Status der Unparteilichkeit wohl an diesem Abend in der ersten Halbzeit vergessen hatten.Trauriger Höhepunkt hier war der Ausgleichstreffer der Königsbrücker zum 4:4 aus einer völlig konfusen Situation heraus. Ein reguläres Tor von G. Hussock war zwar angezeigt worden, dann aber vom Torschiedsrichter als Freiwurf für den SC zurückgepfiffen. Der Ball war aber bereits in der Mittelzone am Anwurf. Ein SC- Spieler wollte mit Ball zurück zum Kreis, so dass nunmehr im Unklaren über die Situation ein Schrittfehler entstand. Spielunterbrechung und Diskussion! Ein Königsbrücker nimmt den Ball und wirft aus 20 Metern ins Tor des SC, weil dessen Torhüter ebenfalls von Spielunterbrechung ausging! Weitere Geschenke sollten folgen! Einfacher Körpereinsatz in der Abwehr wurde in Serie gegen den SC mit Strafwurf und Zeitstrafe geahndet. M. Gäbler im Abwehrzentrum war bereits nach 12 Minuten Rot- gefährdet. Der SV Königsbrück war immer besser motiviert und unterstützt von den Zuschauern gelang ein zeitweiliger 3- Tore – Vorsprung bis hin zum 15:12 in der 26. Minute. Dank einer Energieleistung und mit Wut im Bauch glich der SC Hoyerswerda jedoch aus, übernahm selbst wieder die Führung (16:15). Allein sie wurde noch einmal vertändelt. Die Anzeigetafel mit der Halbzeitführung des SV Lok Königsbrück wurde zum bevorzugten Fotoobjekt der einheimischen Fans.
Ein Kabinen- Donnerwetter der besonderen Art, von Trainer S. Erlitz in der Halbzeitpause entfacht, brachte für den zweiten Abschnitt dann aber doch die erhoffte Wirkung. “Befasst euch nicht mit Rahmenbedingungen, die sind komplett gegen uns, befasst euch mit dem Spiel, das ist unser Plus!“, so die eindringlichen Worte des Trainers. Sofort nahm dann auch der SC die Initiative zurück, glich aus und gab fortan die erneute Führung nicht mehr ab. Die Schiedsrichter hatten ebenfalls eine saubere Linie gefunden. Dem Gastgeber gingen merklich die Kräfte aus. Der SC hatte mit R. Krahl einen souveränen Abwehrregisseur, vom Torwart kam mehr Sicherheit und vorn wurde endlich effektiver geworfen und gepunktet. 5 Tore im Plus in der 45. Minute und elf Tore drei Minuten vor dem Ende ließen die SC- Spieler sichtbar erleichtert jubeln. Dem äußerst fair und bis zuletzt kämpfenden Gastgeber gehörte nicht nur der letzte Treffer mit dem Schlusspfiff sondern auch aller Respekt.
SC Hoyerswerda spielte mit: S. Erlitz, V. Pichl, - G. Hussock (10), A. Berthold (1), S. Huth (9), A. Rasch(1), T. Bahl, Chr. Schubert M. Gäbler (4/1), S. Last (3), M. T. Kaiser (6),R. Krahl
Eingetragen von TrainerM